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Mittwoch, 33 U 367121 5814234, Krampnitz Kaserne

 

Es war bereits fortgeschrittener Nachmittag, als Xaver, Rabe und Rehlein in Potsdam ankamen und schon bei der Anfahrt über die L92 war der anwesende Charme von Verfall erkennbar. Von weitem schon konnte man die Plattenbauten in der Marktstraße bewundern, die von den sowjetischen Streitkräften errichtet wurden.

Das erhöhte Verkehrsaufkommen schien ein schnelles und unkompliziertes Eindringen auf das Gelände unmöglich zu machen. Die Männer entschieden sich daher für den beschwerlichen aber sicheren Weg durch die Hintertür. Die Schneefälle der letzten Nacht brachten weitere 15 bis 25 cm Schnee und tiefe Spuren in Richtung Mauer sind wenig hilfreich, wenn man mit Wachdienstkontakt rechnet.

Die Vorsichtsmaßnahmen erwiesen sich als angemessen, denn das erste, was die Männer bei der Infiltration bemerkten, war ein aufgeklebter Barcode an einem Laternenmast, ergänzt durch den Namen eines bekannten Sicherheitsunternehmens. Der mitlesene Sesselabenteurer kann sich von der Freude der Männer über diesen Umstand kein zufriedenstellendes Bild machen. Tiefer Schnee und ein Wachdienst, eine kleine aber feine Herausforderung.

Die erste Fahrzeugspur ließ auch nicht lange auf sich warten. Mit geschmeidigen Schritten wurde diese von den Männern rückwärts überquert, um den Fahrer in die Irre zu führen. Ein geschulter Fährtenleser hätte diese Finte sofort durchschaut, jedoch vermuteten die Meister der Tarnung und Täuschung, dass die indianischen Scouts von Securitas sicherlich ihren freien Nachmittag hatten. Der besichtigte Bereich der Kaserne war jedoch unspektakulär, man könnte sogar sagen, trostlos und ungemütlich, so dass die Suche nach einem geeigneten Schlafplatz alsbald eingeleitet wurde, denn auch das Tageslicht entschied, sich langsam zur Ruhe zu begeben. Das nicht mitgeführte Thermometer hätte sicher einen zweistelligen Minusgradebereich gezeigt, was den Männern selbstverständlich nichts ausmachte, sie aber dazu motivierte, im Westlichen Torhaus nach einem Zimmer mit intakten Fensterscheiben Ausschau zu halten. Ein unerfüllbarer Traum, wie sich wenig später herausstellte. Als kleinen Trost errichteten sie sich mittels einiger Mauersteine, einer Leiter und einer Tür eine äußerst gemütliche Sitzecke, in der sie einen kurzen aber nicht minder gemütlichen Abend bei heißem Bier (kalt war das Zeug nicht zu ertragen), Dosensuppe und Kerzenschein verbringen konnten. Doch trotz aller Bequemlichkeit wurden sie von der empfindlich kalten Nacht früh in ihre Sommerschlafsäcke vertrieben.

Bei einem gemütlichen Kaffee im Schlafsack am nächsten Morgen ließen die Froschmänner die Mission langsam ausklingen. Sie exfiltrierten direkt an der Landstrasse und niemand der vorbeifahrenden Ureinwohner registrierte die drei Gestalten mit den riesigen Rucksäcken an einem Zaun, der nun wirklich nicht mehr das Zeug hatte, um Hindernis genannt zu werden.

Doch der Weg zu den Fahrzeugen entlang der Landesstraße wurde den drei Helden schnell zu urban. Und so entschlossen sie sich kurzfristig, noch einen Blick in die Bergstraße zu wagen, die künftig, sollten die geplanten städtebaulichen Maßnahmen vielleicht noch 2013 voranschreiten, durch die Biedermeiersiedlung führen wird. Vermutlich waren die Froschmänner des UCT mit die letzten Abenteurer, die das Gelände in seinem Urzustand erkunden konnten.

 

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