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Operationsbericht Salzhaff V

 

Ein Donnerstag im September, 02:30 Uhr, 32 U 669936 5997835

Ein wolkenverhangener Himmel nimmt den funkelnden Sternen und einem abnehmenden Mond zeitweise das Licht. Die Aktivitäten der letzten Camper in ihren Wohnmobilen auf dem einzigen Zufahrtsweg zur Halbinsel Wustrow  sind verstummt. Froschmann Rehlein und seine zwei Kameraden, der Anwärter Rabe und der MBE Trets, schultern ihre schweren Rucksäcke und begeben sich lautlos und von der Dunkelheit verborgen in Richtung Zaun. Der Trampelpfad durch das dichte Sanddorngestrüpp hat sich nach dem letzten Besuch wieder erheblich verändert, was nicht nur auf natürliche Gründe zurückzuführen ist. Jemand hatte versucht, alle Zugangswege, die an den Zaun heranführen, mittels lieblos hingeworfenem Astwerk zu verschließen, was die geräuschlose Annäherung zu einer Herausforderung gedeihen lässt.

Plötzlich ein Lichtschein, die Tür eine Wohnmobils öffnet sich. Sofort gehen die drei Männer in Deckung, nur wenige Meter trennen sie von einem blasenschwachen Camper, der es offenbar vorzieht, seine Verdauungsflüssigkeit in Freiheit zu entleeren, anstatt die Campingtoilette zu benutzen. Nichts verrät die Anwesenheit der dreiköpfigen Einsatzgruppe. Nachdem der stockende Camperstrahl versiegt und das Licht erloschen ist, bewegen sich die dunklen Gestalten weiter in Richtung Zielgebiet. Hier kommt sofort die mitgeführte Spezialausrüstung H.D.K. (HundeDecke KNUT) zum Einsatz, die den gestählten Froschmannkörper vor dem Eindringen von Stacheldraht schützen soll.

03:30 Uhr, 32 U 669856 5997394

Die drei Männer kommen am geplanten Übernachtungsplatz an und finden die Wohnung wie erwartet vor. Ein schnelles Bier, ein kurzer Imbis und schon sinken die Männer in den verdienten Schlaf, wobei Rehlein als einziger anwesender Froschmann das Privileg der Sofabenutzung für sich in Anspruch nimmt.

09:00, 32 U 669000 5997000

Material und Ausrüstung werden nach einem spartanischen Frühstück in ein Versteck verbracht, so dass die drei Helden nur mit schmalem Tagesgepäck das Gelände erkunden können. Dies ist besonders in Anbetracht von Günthers (Codename des Wachdienstes) Anwesenheit eine erhebliche Erleichterung. Auf dem Weg dorthin verliert der MBE sein Handnavigationsgerät, doch mit Hilfe der geschulten Augen des Anwärters kann Trets vor einem Totalverlust bewahrt werden.

Wie gewohnt bewegen sich die Männer geschmeidig abseits aller Wege von einem Fotospot zum nächsten. Dem MBE Trets, der sich zum ersten Mal auf Wustrow hinter feindlichen Linien befindet, ist die Anspannung deutlich anzumerken. Trotzdem schlägt er sich tapfer und zeigt sich angetan von der Poesie der Destruktion. Gegen Mittag erreicht die Gruppe das sowjetische Krankenhaus und macht es sich auf dem Dach zu einem Imbis gemütlich, während unten Günther zu seiner Runde aufbricht. Rehlein deponiert im Maschinenraum die obligatorische Visitenkarte der Froschmänner, die nur wenige Tage danach von dem späteren Anwärter Dako geborgen wird.

Nach erfolgter Verköstigung wollen sich die Männer weiter in Richtung Westen zur Schule durchschlagen und geraten nach kurzem Marsch in einen gelegten Hinterhalt. Ob dieser ihnen oder einer Rotte Wildschweinen gilt, ist zu diesem Zeitpunkt völlig unklar. Der geparkte Geländewagen vor einem Wohnhaus zwingt die Männer jedenfalls zu einer Ausweichbewegung, die durch einen engen Kellerschacht in das gegenüberliegende Haus führt. Die Nerven des MBE liegen blank, doch die professionelle Kühle von Froschmann und Anwärter wiegen ihn in Sicherheit. Die Männer beziehen Stellung und beobachten das Fahrzeug, jedoch rührt sich lange nichts. Bereits bei der ersten Operation auf Wustrow vor einigen Jahren fanden die Froschmänner einen Ansitz in einem Wohnhaus vor und vermuten, dass dies hier auch der Fall sei. Vielleicht hält sogar ein alternder Jägersmann sein Mittagsschläfchen, doch darauf kann sich in dieser gefährlichen Situation niemand verlassen.

Nach 30 Minuten beschließen die Männer, auszuweichen und den Rückweg anzutreten. Rehlein besorgt einen Stuhl und ein Stück Teppich als Unterlage, so dass es den Dreien gelingt, lautlos aus dem Kellerschacht auszusteigen. Zügig aber ohne Hast arbeiten sich die Männer zum Materialdepot vor und verlegen von dort aus wieder in die Wohnung. Am Nachmittag erreicht sie der Funkspruch von Froschmann Pit, der bereits vor dem Tor unerkannt den Beobachtungsposten bezogen hat. Auch Froschmann Ali läuft kurze Zeit später mit dem Schiff in Rerik ein, bereit, die Männer zu jeder Zeit zu evakuieren. Es ist an dieser Stelle eigentlich völlig unnötig zu erwähnen, dass die Herren in den erdnahen Farben während dieser ganzen Ausweichaktion nicht aufgeklärt wurden.

Der Abend verläuft ohne weitere Zwischenfälle, die Mahlzeit ist weiterhin spartanisch, denn Pit befindet sich immer noch auf Horchposten außerhalb des Einsatzgebietes.

Freitagmorgen, 04:30, 32 U 669856 5997394

Rehlein wird durch das monotone vibrieren seiner Kommunikationseinrichtung aus dem wachsamen Schlaf gerissen. Froschmann Pit, noch immer das Auge am Feind, meldet 5 bewaffnete Typen in Jägerverkleidung, die durch das Tor in das Einsatzgebiet eindringen. Sofort weckt Rehlein die Männer und setzt sie über die neue Situation in Kenntnis. Während (noch) Anwärter Rabe sofort entspannt Kaffeewasser aufsetzt, kehrt die Anspannung in das Gesicht des MBE zurück. Dessen Vorschlag, das Einsatzgebiet sofort zu verlassen, wird von seinen Kameraden verworfen. "Wer sich bewegt, wird aufgeklärt", lauten Rabes weise Worte.

Die Männer stehen im ständigen Funkkontakt mit Froschmann Pit. Dieser entschließt sich, ebenfalls ins Operationsgebiet einzudringen und die Kameraden zu unterstützen. Mit zwei Froschmännern und einem ambitionierten Anwärter haben auch fünf bewaffnete Jäger keine Chancen. Innerhalb kürzester Zeit trifft Pit in der Wohnung ein und die Männer verlegen nach einem Begrüßungsfrühstück in die freie Natur, sorgsam darauf bedacht, keine Spuren zu hinterlassen. Hier wird erneut ein verstecktes Lager angelegt und der Weg in Richtung Lazarett angetreten. Dort wird wie gewohnt jeder Staubkrümel von allen Seiten fotografiert, einen Wachmann und/oder Jäger bekommen die Männer nicht mehr zu Gesicht.

Am Nachmittag wird es Zeit für Froschmann Pits Küchenzauber, dieser hat wie üblich eine größere Leckerei für die Männer vorbereitet. So vergeht der Nachmittag mit einer mehrstündigen Mahlzeit, zu der übertriebene Abenteuergeschichten gereicht werden.

Am Abend exfiltrieren die vier Männer und besuchen Froschmann Ali auf seinem Schiff, der selbstverständlich jede Bewegung seiner Kameraden mittels Überwachungssatelliten verfolgt hat. Käpt'n Ali reicht Captain Morgan und ein schöner Tag geht dem Ende entgegen ...

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