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Operation Wannabe

 

Es ist schon spät am Nachmittag, das Tageslicht flüchtet sich in die Sicherheit der Nacht. Drei Froschmänner sind noch unterwegs, schleichen mit leisen Sohlen durch die Gänge eines riesigen Museums. Der Zugang war schwer, jedoch nicht unmöglich. Es gibt immer einen Weg rein und immer einen Weg wieder raus. Doch heute haben die Männer eine besondere Herausforderung zu stemmen. Diese Location haben sie schon lange auf dem Plan. Etliche Wochen haben sie sich vorbereitet, verschiedene ZugangsmöglichkeitenWannabe durchgespielt und immer wieder eine Lösung für die Frage "wie kommen wir bei Aufklärung durch den Wachdienst wieder raus?" gesucht. Gibt es überhaupt einen Wachdienst? Wie oft dreht er seine Runden? Ist er bewaffnet? Hat er einen Hund dabei?

Lautlos und unsichtbar bewegen sie sich von Halle zu Halle. Mittlerweile scheint der zunehmende Mond durch die riesigen Dachfenster, die wie durch ein Wunder noch nicht dem Vandalismus anheim gefallen sind. Wie riesige Türme ragen die Skelette der Mammuts im Zwielicht in den Himmel. Eine bedrückende Antmosphäre.

Plötzlich ein Geräusch. Ein Türenklappen? Schritte! Harte Sohlen gehen rasch auf dem vor langer Zeit gewachsten Boden. Rehlein, Dako und Rabe bewegen sich blitzschnell in gedukter Haltung hinter den Glasvitrinen. Der Wochenlang eingespielte Automatismus spult sich ab. 30 Schritte nach Osten, dann durch die Primatenhalle nach Norden, hier 25 Schritte, dann nach links bis zur Notausgangstür. Doch halt, hier steht ein weiterer Wachmann direkt zwischen einer Büste von Pontius Cunnilingus und einer Reiterstatue von Primus Cervelatus, dem berühmten römischen Fleischer. Die Männer kauern gefühlte zehn Minuten hinter einem Streitwagen, bis der Wachmann sich endlich in Richtung Herrentoilette Ost bewegt.

Rabe gibt das taktische Handzeichen für "weg hier" und die Männer bewegen sich weiter in Richtung Notausgang. Gerade greift Rehlein zum Türgriff, da werden die drei Froschmänner barsch von hinten angesprochen: "Sie können da nicht raus, der Ausgang ist dort rechts! Wir schließen übrigens in zehn Minuten!". Spätestens jetzt sind die Männder froh und dankbar, dass sie sich am Eingang ordnungsgemäß eine Eintrittskarte gekauft hatten ...

Diese kleine Geschichte ist all denen gewidmet, die meinen, über jeden Besuch in einem Bunkermuseum und jedem Waldspaziergang einen "Missionsbericht" schreiben zu müssen. Lasst euch gesagt sein, Ihr jungen Leute, zu einer Mission im froschmännlichen Sinne gehört weit mehr, als ein hübsches Foto von einem Lost Place, in den jeder reinlatschen kann ...

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